Untersuchung entlarvt den "Archaeoraptor" nun offiziell als Fälschung

28. März 2001, 20:47
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Wir präsentierten ihn schon zu Silvester als wissenschaftlichen Flop des Jahres

London - Das 1999 vorgestellte Fossil "Archaeoraptor" ist aus mindestens zwei, vielleicht sogar fünf unterschiedlichen Arten zusammengebastelt. Zu diesem Resultat kommt die Arbeitsgruppe um Timothy Rowe (University of Texas) nach einer computertomographischen Untersuchung der Versteinerung, die zunächst vom US-Magazin "National Geographic" als das lange gesuchte Bindeglied zwischen Dinosaurieren und modernen Vögeln bezeichnet wurde.

Doch die 88 Bruchstücke wurden nachträglich zusammengefügt, um den Verkaufswert zu steigern, kommentieren die Paläontologen aus Texas ihre Arbeit in der aktuellen Ausgabe des britischen Fachmagazins "Nature". Teile des Oberkörpers gehören zu einem Vogelskelett, während Unterkörper und Beine von einem Saurier und möglicherweise noch weiteren, nicht mehr identifizierbaren Tieren stammen.

1999 hatte das Magazin "National Geographic" über den Fossilienfund - eine zerbrochene Platte mit den Knochenabdrücken eines bis dahin unbekanntes Tieres aus dem Erdmittelalter - berichtet. Bereits kurze Zeit später mehrten sich Zweifel an der Echtheit des Fossils, und das Magazin räumte bereits Anfang 2000 Bedenken an der Echtheit ein und kündigte eine Untersuchung des Falles an. Der Fund stellte sich als eine der spektakulärsten Fälschungen der jüngsten Vergangenheit heraus. (APA/dpa)

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    Ebenso "tot" ...

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    ... wie "lebendig"

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