Streit um die Rhone

28. März 2001, 12:04
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Spanien möchte sich bei der Wasserversorgung nicht von Frankreich abhängig machen

Barcelona - Der spanische Ministerpräsident Jose Maria Aznar hat Vorschläge abgelehnt, Wasser aus der Rhone von Südfrankreich nach Spanien zu leiten. Spanien dürfe bei der Wasserversorgung nicht von Frankreich abhängig werden, sagte der konservative Regierungschef nach Presseberichten vom Mittwoch. Er wandte sich damit gegen eine Initiative der autonomen Regierung der Region Katalonien. Danach sollte auf der Höhe von Nimes Rhone-Wasser abgezweigt und über ein Kanalsystem bis in die Gegend von Barcelona geleitet werden.

Frankreich hatte signalisiert, dass es mit dem Vorhaben einverstanden wäre. Nach einem Expertengutachten könnte das Rhone-Projekt in sieben Jahren fertig gestellt werden. Die Madrider Regierung tritt demgegenüber dafür ein, die spanische Mittelmeerküste mit Wasser aus dem Ebro zu versorgen. Dagegen hatten jedoch in den Städten entlang des Ebros Hunderttausende von Menschen protestiert. Katalonien schlug das Rhone-Projekt als Alternative vor. (APA/dpa)

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    foto: cnes
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