Warnstreiks bei Lufthansa angekündigt

22. März 2001, 15:49

Dienstleistungsgewerschaft fordert von Arbeitgeber "verhandlungsfähiges Angebot"

Frankfurt - Im Vorfeld der Tarifverhandlungen bei der Deutsche Lufthansa AG, Köln/Frankfurt, am 23. und 24. März in der Nähe von Frankfurt hat die neue Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bundesweite Protestaktionen angekündigt. Die Arbeitgeber forderte ver.di auf, ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch zu legen. Sollte man in dieser Runde zu keinem "ordentlichen" Ergebnis kommen, würden die Protestaktionen ausgedehnt, erklärten die ver.di- Verhandlungsführer. Bislang entspreche das Lufthansa-Angebot nicht den Erwartungen und sei angesichts des wirtschaftlichen Erfolges des Lufthansa-Konzerns nicht angemessen.

Es habe in der letzten Verhandlungsrunde keine klaren Aussagen über die Rahmenvereinbarung Bestandssicherung gegeben. Hier wird gefordert, dass die Tarifverträge auch für die ausgelagerten Teile des Konzerns Gültigkeit haben. Am 7./8. März hatte der Lufthansa-Vorstand den rund 58.000 Beschäftigten eine Entgelterhöhung von 2,6 Prozent und eine Ergebnisbeteiligung von 1,6 Prozent angeboten.

Die Tarifkommission der Gewerkschaft hatte dieses Angebot abgelehnt, da man einen deutlich höheren Abschluss als 1999 anstrebe. Damals hatte die Einkommenssteigerung 3,5 Prozent und eine Gewinnbeteiligung von 1.100 DM plus zehn Prozent Grundvergütung betragen. Auf zahlreichen Betriebsversammlungen habe die Gewerkschaft den Eindruck gewonnen, dass vor allem der Rahmenvertrag zur Bestandssicherung für die Beschäftigten eine große Bedeutung habe. "Hier ist man bereit, das Handtuch zu werfen", sagte Andreas Hess von ver.di. Sollte bis zum 24. März kein ordentliches Ergebnis erzielt worden sein, werde die Gewerkschaft die Proteste verschärfen.(APA/vwd)

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