"Enemy at the Gates": in Deutschland pfui, im Ausland hui

22. März 2001, 14:01

Das Stalingrad-"Epos" scheidet die Publika wie die Geister

Berlin - Der in Deutschland praktisch durchgefallene Stalingrad-Film "Duell - Enemy at the Gates" ist in England, Frankreich und den USA als Kinohit gestartet. Der 180 Millionen Mark teure Streifen des Oscar-Preisträgers Jean-Jacques Annaud war in Brandenburg gedreht worden. Wie die Berliner Medienagentur "Zoom" am Mittwoch mitteilte, erreichte der Film in den USA am Startwochenende auf Anhieb Platz 2 mit einem Einspielergebnis von umgerechnet knapp 30 Millionen Mark.

Der Kopiendurchschnitt habe mit über 9000 Besuchern pro Kopie weit über allen anderen Filmen dieser Woche gelegen. Der amerikanische Verleih Paramount werde daher für das kommende Wochenende die Kopienzahl noch erhöhen.

In England kam "Enemy at the Gates" sofort auf Platz 1. Dort hätten über eine Million Besucher das Duell der Scharfschützen Jude Law und Ed Harris sehen wollen. In Frankreich liege der Film wie in den USA auf Platz 2 der aktuellen Charts. Allein in Deutschland belegte er nur Platz 7.

Annaud hatte die zum Teil vernichtenden deutschen Kritiken darauf zurückgeführt, dass der Streifen bei den Deutschen auf noch nicht verheilte Wunden treffe und daher abgewehrt werde. Der Film war aber bei der Eröffnung der diesjährigen Berlinale im Februar auch beim Publikum auf deutliche Zurückhaltung gestoßen.(APA/dpa)

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    foto: filmplakat
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