Das Fleischermesser kann Creutzfeld-Jakob übertragen

21. März 2001, 13:40

Neue Daten einer britischen Studie beunruhigen

London - Die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD) lässt sich möglicherweise leichter übertragen als bisher angenommen. Nach einer von der BBC vorab vorgestellten Studie in einem mittelenglischen Dorf könnte dort die menschliche Form von Rinderwahnsinn von einem Fleischermesser übertragen worden sein.

Untersucht hatten die Forscher laut BBC das Dorf Queniborough, in dem ungewöhnlich viele Fälle von vCJD aufgetreten waren. Dabei stellten die Forscher fest, dass alle Opfer beim selben Metzger ihr Fleisch kauften, der wiederum - entgegen den Gepflogenheiten - die Tiere selbst schlachtete und weiterverarbeitete.

Dabei blieben möglicherweise infizierte Teile aus Hirn und Rückenmark - den ansteckendsten Teilen - an den Messern kleben, mit denen auch das Fleisch für die Kunden verarbeitet wurde.

Der Mikrobiologe Stephen Dealler zeigte sich gegenüber der BBC über die neue Entdeckung zutiefst beunruhigt. Dies würde bedeuten, dass die Schätzungen zur künftigen Entwicklung der Krankheit nach oben korrigiert werden müssten. Queniborough hat knapp 2.500 Einwohner. Drei von ihnen wurden infiziert, ebenso wie zwei weitere Anrainer aus der Nachbarschaft, die ebenfalls in dem Dorf ihr Fleisch kauften. (APA)

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