Bunte Vögel sind sexuell attraktiver

16. März 2001, 14:27

... und promiskuitiver: Unscheinbare bleiben einander länger treu

Milwaukee - Beim Vergleich von mehr als 1.000 Vogelarten hat sich für Forscher der University of Wisconsin-Milwaukee bestätigt, dass Unterschiede im Aussehen eng mit dem Sexualverhalten in Zusammenhang stehen. Damit scheint sich zumindest für Federvieh die bereits vor 100 Jahren von Charles Darwin aufgestellte These zu bestätigen, wie Nature berichtet.

Das Team um Peter Dunn sammelte Daten über die Größe und das Gefieder der Vogelarten. Ein Vergleich dieser zeigte, dass Vogelarten, die häufig ihren Partner wechseln, sich im Aussehen deutlich zwischen Männchen und Weibchen entscheiden. Bei eher treueren Arten war dies nicht in diesem Ausmaß der Fall. Allerdings soll es auch unter diesen Ausnahmen geben. Ein DNA-Vaterschaftstest zeigte, dass rund 20 Prozent der Nachkommen nicht von dem Vogel stammen, von dem die Forscher ausgingen.

Darwin hat bereits 1871 die Evolutionstheorie aufgestellt, dass größere und auffälligere Männchen mehr weibliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen und sich häufiger paaren. Weibchen hingegen würden sich durch unscheinbares Aussehen vor Feinden schützen. (pte)

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