Vulkane schmolzen das Mars-Eis

13. März 2001, 20:29

Bodenreliefs haben die Form von Flussbetten

Washington - Vulkane auf dem Mars haben möglicherweise große Mengen Eis zum Schmelzen gebracht und organisches Leben auf dem Planeten ermöglicht. Zwei der ältesten Vulkane seien "von Reliefs umgeben, die an Flussbetten erinnern", teilten zwei Geologen der Universität von Buffalo am Montag im US-Bundesstaat New York mit. Während ihrer aktiven Phase hätten diese Hitzequellen Eis auf und in dem Boden zum Schmelzen bringen können. So hätten sich Flüsse bilden können, die von den Vulkanhängen geflossen seien, sagte die Leiterin der Studie, Tracy Gregg.

Die Vulkane Tyrrhena Patera und Hadriaca Patera seien dreieinhalb Milliarden Jahre aktiv gewesen und könnten es immer noch sein. "Die Hitze und die Energie der Vulkane haben in Verbindung mit Wasser Bedingungen für das Entstehen von Leben geschaffen, wie wir sie von der Erde kennen", sagte Gregg. Zudem seien Vulkane die Quelle für zahlreiche chemische Elemente, die für die Entwicklung biologischer Organismen notwendig seien. Die Studie basiert auf Forschungsergebnissen der Sonde Global Surveyor, die gegenwärtig den Mars umkreist. (APA)

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    foto: nasa
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