Umweltfreundlicher Auto-Convoy fährt in vier Metern Höhe

12. März 2001, 19:07

"RUF-Fahrzeuge" werden aneinander gefädelt und auf Einschienenbahnen befördert

Glostrup/Dänemark - Schnell, effizient und umweltschonend - so stellen sich dänische Entwickler ihr Projekt "Auto auf Schienen" vor. Dazu sollen die bereits vor zwölf Jahren von Palle Jensen entwickelten RUF-Fahrzeuge (Rapid Urban Flexible) in vier Meter Höhe "aufgefädelt" und auf Einschienenbahnen befördert werden.

Hinter diesem Konzept stehen elektrische Autos, die über eine Rampe auf die Schiene auffahren. Ermöglicht wird dies mit Hilfe von unterirdischen Sensoren. Auf den Geleisen aktiviert sich die Automatik und überlässt dem Lenker jegliche Handlungsfreiheit. Die Geschwindigkeiten könnten laut Entwicklern 120 km/h erreichen.

Damit RUF das vom Autofahrer festgelegte Ziel erreicht, wurde ein so genanntes "Wegweis-System" erstellt . Hat das Fahrzeug die Schienen-Anknüpfstelle erreicht, wird diese Information dem Hauptfahrsystem übermittelt. Dadurch findet das Auto den richtigen Ausgang aus dem System. "Das Schienennetzwerksystem soll rund 25 Kilometer lang sein, alle fünf Kilometer soll eine Verbindungsstelle, in der sich andere Fahrzeuge eingliedern können, eingebaut werden", erklärte Palle Jensen. Zwischen diesen Punkten seien Geschwindigkeiten bis zu 150 km/h möglich. Bei der Auffahrt auf das System läge diese allerdings nur bei rund 30 km/h, da sich rund zehn Autos zu Zügen erst aneinander reihen müssten.

Entwickler sehen in diesem Verkehrskonzept durch den elektrischen Antrieb einen Beitrag zur Reduktion der Umweltverschmutzung. Auf der Schiene werden sie durch dieses mit Strom versorgt, auf normalen Verkehrswegen können sie bei bis zu 50 km/h mit Batterie oder Brennstoffzellen betrieben werden.

Die Innenausstattung hebt sich deutlich vom herkömmlichen Design ab. So ist das Auto nicht nur höher gesetzt, sondern besitzt auch einen V-förmigen Boden. Diese Form dient dem Transport auf der Schiene. Forscher wollen nun auch ein Maxi-RUF für rund zehn Insassen plus Fahrer entwickeln. Der mit einem Hybrid-, Elektro- oder Brennstoffzellenmotor ausgestattete Transporter solle der Fortbewegung in dichten Stadtgebieten dienen. Es kann rein elektrisch betrieben werden und soll keine Schadstoffe emittieren. (pte)

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    foto: ruf
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