"Wunder wird es nicht spielen"

12. März 2001, 18:03

Die Sturm aus Graz reist nach Manchester. Beim wohl letzten CL-Auftritt will man sich achtbar aus der Affäre ziehen

Manchester - Im "Theater of dreams" fällt am Dienstag (20:45 Uhr/live ORF1) der Vorhang für den Sturm Graz nach einer teilweise sensationellen Champions League-Saison. Das legendäre Old Trafford ist die Bühne für den Abschied, wenn die Grazer zum Abschluss der Zwischenrunde bei Manchester United gastieren. Theoretisch besteht zwar noch die Chance das Viertelfinale zu erreichen (3:1-Sieg oder höher), doch Sturm hat schon zu träumen aufgehört. "Das Wunder wird es nicht spielen", sagt Manager Heinz Schilcher.

Vorbild Vorjahr

Zumindest einen guten Eindruck hinterlassen wäre aber schon schön. "Es wäre schade, wenn wir wieder so eine Abfuhr wie gegen Valencia bekommen würden. Das würde die gute Saison verzerren", sagt Schilcher. Etwas ähnliches wie das 1:2 in der letzten Saison wäre schon ok. "Wir haben damals 90 Minuten gut dagegen gehalten", erinnert sich Markus Schopp, nach seiner Sperre gegen Valencia wieder dabei. Auch Ivica Vastic denkt gerne an das erste Antreten bei ManU zurück: "Es war damals ein schönes Spiel, hoffentlich wird es wieder so. Wir dürfen uns in diesem Match nicht alles ruinieren. Verlieren kann man, die Frage ist wie." Torhüter Kazimierz Sidorczuk warnt seine Vorderleute: "Wenn wir so spielen wie gegen Valencia, dann werden wir wieder viele Gegentore bekommen. Wir müssen disziplinierter sein, und auch wenn wir nicht gewinnen, zumindest nicht so hoch verlieren."

Qualität oder Glück

Ivica Osim schwant hingegen Böses: "Für die Spieler wird es gegen so eine Extra-Mannschaft keine Partie zum Genießen. Wir haben mehr erreicht, als wir geglaubt hätten, auch wenn vielleicht sogar noch ein wenig mehr möglich gewesen wäre. Von unseren Erfahrungen haben wir aber nicht genug profitiert, denn es war nicht leicht nach dem 0:5 gegen Valencia Trainer zu sein. Jetzt wissen viele nicht, ob es Qualität oder Glück war." (red/APA)

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    Gilbert Prilasnig und Andres Fleurquin bei der Ankunft in Manchester

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