Übertragung von Röntgenbildern

12. März 2001, 14:31

"DaMe" erweitert das existierende Datennetz der Medizin

Wien - Das existierende Datennetz der Medizin "DaMe" wird mit der Möglichkeit, Röntgenbilder zu übertragen, erweitert. Siemens Österreich und die Datakom Austria haben diesbezüglich einen Letter of Intent unterzeichnet. Siemens wird das Datennetz der Datakom mit Siemens e-Archive ausbauen, wodurch den Ärzten in Zukunft die archivierten Röntgenbilder und –befunde in elektronischer Form zur Verfügung stehen. Nach dem geltenden Gesetz müssen Radiologen die Bilddaten ohnehin zehn Jahre aufbewahren.

Mit e-Archive können Ärzte die Daten zentral im "DaMe" speichern, das ein Virtual Private Network (VPN) ist. Auf das elektronische Archiv haben ausschließlich berechtigte Teilnehmer Zugriff, wobei der Server und das Netz mit einem Firewall-System der Datakom vor externen Zugriffen geschützt werden soll. Dies ist besonders in Bezug auf die geltenden Datenschutzbestimmungen wichtig. Die Ärzte fragen die gewünschten Daten im DaMe-Netzwerk mit dem MagicWeb-Client ab, der für den Datenabruf unbedingt erforderlich ist.

Das Patienteninformationssystem "DaMe" bietet jeglichen Datenaustausch über Patienten der Krankenhäuser, Ambulanzen, Institute und Fachärzte. Relevante Daten müssen nicht mehrmals in den Krankenblättern erfasst werden und Ergebnisse gehen nicht verloren. Außerdem sind die Befunde in Echtzeit verfügbar, da sie nicht über den herkömmlichen Versandweg weitergeleitet werden müssen. DaMe kommt derzeit in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg zum Einsatz. Neben dem E-Mail können die Ärzte auch zahlreiche Datenbanken (z.B. Medikamenteninformation) nützen. (pte)

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    foto: pte
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