Über 300.000 Robben zum Abschlachten freigegeben

12. März 2001, 12:53

Auch Knüppel, Spitzhacken und Bootshaken wieder im "Einsatz" - internationale Proteste gegen Kanada und Norwegen

Basel - Tierschutzorganisationen aus 13 Nationen haben am Montag zum Protest gegen die Robbenjagd in Kanada und Norwegen aufgerufen. Die kommerzielle Jagd auf Robben müsse endlich verboten werden.

Kanada hat 275.000 Sattelrobben und 10.000 Klappmützen zur Jagd freigegeben. Zwar dürfen nur ausgewachsene Tiere gejagt werden. Doch die Einhaltung der Vorschriften könne kaum überprüft werden, kritisieren die Tierschützer. Und für die flauschigen Felle der Jungtiere bestehe offenbar ein lukrativer Schwarzmarkt.

Nach Darstellung kanadischer Fischereivereinigungen müssen die Robben dezimiert werden, weil sie schuld am dramatischen Rückgang der Fischbestände sind ... (das kommentiert sich von selbst). Die Tierschutzorganisationen entgegnen, Hauptgrund für den bedrohlichen Rückgang des Fischreichtums sei nach wie vor die Überfischung der Meere.

Auch Norwegen, das 20.000 Sattelrobben und 10.300 Klappmützen freigegeben hat, beruft sich auf die schwindenden Fischbestände. Die Tierschützer werfen den norwegischen Robbenjägern vor, sie gingen besonders grausam vor. Neben Schusswaffen würden Knüppel, Spitzhacken und Bootshaken benützt. (APA/sda)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Ein Sattelrobben-Junges

  • Bild nicht mehr verfügbar

    ... und mit seiner Mutter

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Ein Klappmützen-Männchen mit dem charakteristischen aufblasbaren "Kamm"

Share if you care.