Gute Chancen für MCN-Ausgleich

9. März 2001, 13:35

20 Prozent Kassaquote zugesichert

Die Chancen für den Ausgleich über die MCN Millennium Communication Network AG des Millennium-Tower-Bauherrn Georg Stumpf stehen seit heute gut. MCN hat die vom Kreditschutzverband von 1870 (KSV) verlangte Barquote in Höhe von 20 Prozent zahlbar innerhalb von 30 Tagen nach Zustellung des Beschlusses zugesagt, betonte Hans-Georg Kantner von KSV zur APA.

Demnach müssen bis Ende April zwischen 60 und 65 Mill. S am Tisch liegen, davon entfallen 50 Mill. S auf die 20-prozentige Quote, der Rest auf bevorrechtete Forderungen. Die restlichen 20 Prozent werden in 18 Monaten nach Annahme des Ausgleichs fällig. Des gesamte Quotenerfordernis beträgt demnach rund 100 Mill. S. Der KSV wird den Gläubigern empfehlen, dem Ausgleich bei der Ausgleichstagsatzung am 29. März zuzustimmen.

MCN hat bis jetzt, wie berichtet, Garantien in Höhe von 17,5 Mill. S beigebracht. Davon entfallen je 5 Mill. S auf zwei Festnetzanbieter - einer davon die Telekom - 7,5 Mill. S sind für Lieferanten, die im Ausgleich nach Fälligkeit noch nicht bezahlt wurden.

Zu Medienberichten über eine mögliche Einstellung der Tätigkeit der Firma Köllmann als Betreiber für den Millennium Tower betont Georg Stumpf, die Betreibergesellschaft des Towers und der Millennium City sei die ihm zu 100 Prozent gehörende Millennium City Betriebs GmbH (MCB). Die Firma Köllmann sei weder berechtigt noch in der Lage, den Betrieb des Towers einzustellen. Köllmann sei einer von vielen Lieferanten.

Laut MCB-Geschäftsführerin Sieglinde Richter habe man Köllmann schon in den vergangenen sechs Monaten aufgefordert, die Leistungen zu verbessern. Da dies nicht erfolgte, "war eine Neubesetzung klar in Betracht zu ziehen". Für den AKH-Betreiber, die Vamed Management und Service GmbH, sei, so deren Geschäftsführer Franz Zehndorfer, eine Übernahme der Betriebsführung von Millennium Tower und City jederzeit möglich.

Im Falle einer Vertragsbeendigung mit der Firma Köllmann werde der Betrieb des Millennium Towers und der City jedenfalls nicht gestört. (APA)

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