Die richtigen Worte finden

18. November 2001, 11:56
posten

Eine Rede oder ein Diskussionsbeitrag darf kein Anlass für Angst sein

In jedem Job ist Redefähigkeit gefragt. Viele fürchten sich jedoch vor solchen "Auftritten", sei es ein Vortrag, eine Projektpräsentation oder auch nur ein Beitrag innerhalb einer Sitzung.

Wer Redesituationen nicht als lästige Pflicht erlebt, und einige Tipps beherzt, kann nur davon profitieren.

Gespräche im Team

In einer Konferenz oder einem Meeting mit einem leisen "Darf ich auch einmal was sagen" seine Wortspende zu beginnen, ist der falsche Weg. Ein lautes "Augenblick" oder "Moment" führt eher zu Aufmerksamkeit.

Dann seine Gedanken kurz und prägnant formulieren, sprachliche Weichmacher wie "eigentlich" oder "irgendwie" vermeiden und die kleine Rede mit einem Schlusssatz beenden. Ein "Ich hoffe, Sie von der Idee überzeugt zu haben" verleiht dem Gesagten mehr Gewicht.

Rede

Um die Vorbereitung einer Rede kommt man nicht herum. Spontan einen gelungenen Redefluss loszulassen, ist nur den wenigsten in die Wiege gelegt. Der Inhalt der Rede hängt natürlich von der Zielgruppe ab. Die ausformulierte Rede sollte vorweg auch laut geprobt werden. Dadurch bekommt man einen Eindruck davon, wie laut die Stimme sein sollte und wo Betonungen angebracht sind.

Auf dem Podium stellt man sich dann aufrecht und locker hin, sucht den Blickkontakt von Bekannten oder guten Kollegen, um die Nervosität zu drosseln, spricht betont, langsam und legt auch Pausen ein. Die Zuhörer brauchen Zeit, um das Gesagte aufnehmen zu können. Bei Blackouts wiederholt man das zuletzt Gesagte noch einmal - oft löst sich dadurch der Knoten im Kopf.

Problemgespräch

In einem Problemgespräch ist die Körperhaltung besonders wichtig. Die klaren und definitiven Worte sollten von einer aufrechten Haltung und einem offenen Blick begleitet sein. Dem Unbehagen Ausdruck zu verleihen ("Es fällt mir schwer, dies oder das anzusprechen..."), ist kein Zeichen von Schwäche, sondern führt zu mehr Verständnis vom Gegenüber. Genau das sollte man auch rüberbringen, indem man versucht, die Emotionen und Gedanken des anderen nachzuvollziehen. Wer versteht, was der andere will, kann auch punktgenau darauf reagieren.

Spontan

Wer spontan in größerer Runde dazu aufgefordert wird, seine Meinung zu sagen, sollte versuchen, Zeit zu gewinnen, um sich kurz auf die Situation einstellen zu können. Ein "Danke für das Interesse" klingt zB. ganz gut. Aufzustehen und das Gesagte so freier und selbstsicherer zB. vor dem Flipchart zu präsentieren, ist auch eine Möglichkeit, um diesen Auftritt erfolgreich zu meistern. (red/Quelle: job@business/freundin)

Share if you care.