Virtuelle Dolmetscher für gehörlose Kinder

7. März 2001, 13:29

Animierte 3D-Avatare verfügen über ein Repertoire von 3.500 Wörtern in Zeichensprache

Orlando/Florida - Der US-Software-Entwickler VCom3D hat ein Programm entwickelt, das gehörlosen oder hörbehinderten Kindern am Computer helfen soll, Wörter und Sätze besser zu verstehen. Der Avatar "Andy", eine künstliche, animierte Figur, spricht mit den Händen und wurde zur besseren Verständlichkeit mit einem natürlichen Gesichtsausdruck ausgestattet.

Die Figuren übersetzen Wörter, Sätze und komplizierte Begriffe in Zeichensprache. Kombiniert wird diese mit einer Körpersprache, die eine natürliche Kommunikation simulieren soll. Die Animationen basieren laut Unternehmen auf gründlichen Recherchen, wie hörbehinderte Menschen Gestik und Mimik einsetzen. Zusätzlich kann Andy Geschichten erzählen, Wiederholungsfragen stellen und Dialoge mit dem Nutzer führen. Sein Vokabular umfasst 3.500 Wörter in Englisch.

"Meistens lehren pädagogische Software-Programme mit Hilfe einer Sprachkommunikation", so Sara Nerlove von der National Science Foundation (NSF), die die Erstellung der SigningAvatar ™ Software unterstützte. Taube Kinder hätten viel häufiger Probleme lesen zu lernen. Die virtuellen Dolmetscher sollen helfen, eine Lücke zu schließen, ergänzte der Programm-Entwickler Edward Sims von VCom3D. Der Einsatz von Avataren anstelle von Videos oder der Zeichensprache "echter" Menschen begründet sich auf einem schnelleren Download-Verfahren, so die Experten.

Die Signing Avatar ™ Technologie ist auf CD-ROM erhältlich und kann auch für eine Konzeption auf Internet-Webseiten lizenziert werden. (pte)

  • Artikelbild
    grafik: vcom3d
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