Sympathie für Haider hat für Paska keine Konsequenzen

7. März 2001, 18:31

SP-Vorsitzender Ambrozy: Umstrittener Buchbeitrag Privatmeinung des AK-Direktors

Klagenfurt - Die massive Kritik, die der Kärntner Arbeiterkammer-Direktor Erwein Paska in einem Beitrag für das Buch des Historikers Lothar Höbelt ("Republik im Wandel. Die große Koalition und der Aufstieg der Haider-FPÖ") an den früheren SP-Vorsitzenden Franz Vranitzky und Viktor Klima übt und seine lobenden Äußerungen über die Politik Jörg Haiders werden für Paska keine Konsequenzen haben.

"Das ist seine Privatmeinung, die ich persönlich nicht teile", sagte SPÖ-Landesvorsitzender LHStv. Peter Ambrozy am Dienstag am Rande eines Pressegesprächs in Klagenfurt. Haiders Sprache sei "sicher nicht jene des Volkes, sondern jene der Verrohung". Die Position der SPÖ sei eindeutig "links der Mitte und nicht rechts". Die Meinung Pakas würden nur wenige innerhalb der Sozialdemokratie teilen.

"Vranitzky und Klima hatten gute Gründe, die FPÖ so zu behandeln", sagte Ambrozy weiters. Diese sei "autorität struktuiert", dies sei jetzt auf Bundes- und Landesebene zu sehen. Nicht Kompromisse seien angesagt, sondern unausgegorene Spontanentscheidungen. "Es gibt noch immer Gräben, die eine Zusammenarbeit mit den Freiheitlichen schwierig machen", dazu der Kärntner SP-Chef.

Für die SPÖ gebe es daher grundsätzlich keine Veranlassung, ihre Position gegenüber der FPÖ zu ändern, weil "sich auch die FPÖ nicht ändern" werde, sagte Ambrozy weiters und verwies in diesem Zusammenhang auf den Wiener Wahlkampf. (APA)

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    foto: fritz
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