Geburtenrate stieg im Jahr 2000 leicht an

6. März 2001, 12:49

Auf jede Frau kommen in Österreich 1,34 Kinder

Wien - Vielleicht war es das schöne runde Datum oder die Diskussion um das Kindergeld, das dem rot-weiß-roten Storch Überstunden bescherte - Fakt ist jedenfalls, dass das Jahr 2000 eine leichte Trendumkehr brachte: Erstmals seit langem gab es eine geringfügige Zunahme der Geburten, teilte die Statistik Austria heute, Dienstag, mit. Die Fertilitätsrate stieg vom historischen Tief des Jahres 1999 (1,31 Kinder je Frau) auf 1,34.

Unterschiede der Bundesländer

Insgesamt registrierten die Standesämter 38.936 Eheschließungen (- 0,6 Prozent), 77.558 Lebendgeborene (plus 0,2 Prozent) und 75.778 Gestorbene (minus 1,9 Prozent), darunter 373 im ersten Lebensjahr. Zur geringen Zunahme der Geburtenzahl im Jahr 2000 trugen nur die Bundesländer Wien (+2,6 Prozent), Oberösterreich (+1,4 Prozent) und Tirol (+1,0 Prozent) bei. Relativ wenig sank die Zahl der Neugeborenen in Niederösterreich (-0,5 Prozent), in der Steiermark (- 0,7 Prozent), im Burgenland (-0,8 Prozent) und in Kärnten (-1,0 Prozent). Salzburg (-1,9 Prozent) und Vorarlberg (-3,8 Prozent) hatten deutlichere Rückgänge zu verzeichnen.

31,2 Prozent uneheliche Kinder

Die Zahl der Eheschließungen war 2000 um 248 oder 0,6 Prozent niedriger als im Vorjahr. Mehr Hochzeiten wurden lediglich in Tirol (+2,6 Prozent), in Oberösterreich (+1,2 Prozent), im Burgenland (+0,8 Prozent) und in Niederösterreich (+0,5 Prozent) gefeiert. So ist es kein Wunder, dass bei der Unehelichenquote eine neue Rekordmarke von 31,2 Prozent (1999: 30,4 Prozent) erreicht wurde. Das Spitzenduo bilden dabei weiterhin Kärnten (43,1 Prozent) und die Steiermark (41,7 Prozent).

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung bei der Geburt stieg um 0,3 auf 75,4 Jahre bei den Männern und auf 81,3 Jahre bei den Frauen. Die Säuglingssterblichkeit war zwar diesmal höher, blieb aber mit 4,8 Promille zum vierten Mal in Folge unter fünf Promille.

Die Zahl der Sterbefälle sank um 1.465 oder 1,9 Prozent. Der Rückgang betraf alle Bundesländer - ausgenommen Salzburg, wo es um 2,3 Prozent mehr Sterbefälle gab als im Jahr davor. (APA)

  • Artikelbild
    foto:photodisc
Share if you care.