Der richtige Umgang mit Antibiotika

6. März 2001, 11:49

Auch die Einnahme der Antibiotika vor, während oder nach der Mahlzeit spielt eine Rolle bei der Wirkung

Bei einer Antibiotikabehandlung kommt es auch auf die Einnahme an. Zum Beispiel wirkt Erythromycin und Amoxicillin mit einem Viertel Liter Wasser deutlich besser. Das liegt an der effizienteren Aufnahme aus dem Magen.

Ein anderes Antibiotikum, Oxytetracyclin, sollte beispielsweise auf nüchternen Magen eingenommen werden. Mit Nahrung sinkt die Aufnahme auf fast die Hälfte. Eine häufig verwendete Substanz wie Ampicillin wird in Kombination mit Essen nur noch zu 44 Prozent aufgenommen, das Chinolon Ciprofloxacin sollte ebenfalls auf nüchternen Magen geschluckt werden.

Auf der anderen Seite steigt die Verfügbarkeit von Antibiotika wie Clarithromycin und Erythromycin mit Nahrung um 24 bzw. auf das Doppelte. Milch hemmt in der Regel die Resorption solcher Arzneimittel. Ganz anderes spielt sich bei dem Anti-Pilz-Mittel Itraconazol ab: Da steigert Coca Cola die Aufnahme der Wirksubstanz.

Eine weitere Vorsichtsmaßnahme:
Hoher Alkoholkonsum und Medikamente gegen Infektionen vertragen sich zumeist schlecht. Bei chronischem Missbrauch kann sich die Wirkung von Medikamenten verringern. Umgekehrt kann sich der Effekt bei der Kombination mit Alkohol bei Personen, die selten trinken, verstärken.
(APA)

Auch eine starke Sonnenexposition kann bei Einnahme von Antibiotika zu Problemen führen. Manche von ihnen verstärken die Wirkung des Lichts auf die Haut. Dazu gehören zum Beispiel Tetrazykline und Chinolone (Breitbandantibiotika).
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