Initiative zur Abhilfe des Fachkräftemangels

6. März 2001, 09:32

Streben nach höherer Frauenerwerbsquote in der Industrie

Wien - Die Industriellenvereinigung (IV) fordert eine Erhöhung der weiblichen Beschäftigungsquote in der Industrie. Dies sei eine Möglichkeit, den Fachkräftemangel zu bekämpfen, vor allem bei industriellen Fachberufen sei noch ausreichend Potenzial vorhanden, erklärte IV-Generalsekretär Lorenz Fritz anlässlich der Präsentation des Projekts "Die Industrie wird weiblich".

Motivation für Frauen und Mädchen

Dabei handelt es sich um eine Initiative, die Mädchen und Frauen motivieren soll, zukunftsorientierte technische Berufe zu ergreifen. Auf der anderen Seite sollen Unternehmen angeregt werden, Frauen verstärkt auf technisch qualifizierten Arbeitsplätzen zu beschäftigen. An konkreten Maßnahmen nannte Fritz die Erstellung von Informationsmaterial für Betriebe, Schülerinnen und Frauen, die Einrichtung einer eigenen Website, sowie die Durchführung eines Schülerwettbewerbs an mittleren und höheren Schulen.

"Die Industrie wird weiblich"

Das Arbeitsmarktservice (AMS) müsse Frauen verstärkt Arbeitsplätze in technischen Berufen anbieten, so Fritz. Darüber hinaus forderte der IV-Chef die Bündelung und den gezielten Einsatz aller europäischen und österreichischen Intiativen, die Frauen für die Industrie begeistern wollen. Die Politik müsse den Frauen die Chancen einer wissensorientierten Wirtschaft aufzeigen. Auch das Bildungssystem solle Anreize schaffen, damit mehr Mädchen und Frauen eine technisch-orientierte Ausbildung ergreifen. (pte)

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