Vulkanausbruch im Kongo treibt tausende Menschen in die Flucht

5. März 2001, 12:56

Der 3.055 Meter hohe Nyamuragira droht Trinkwasserquellen zu vergiften

Nairobi/Kigali - Ein Vulkanausbruch im Osten Kongos treibt Tausende Menschen in die Flucht. Mächtige Lavaströme hätten alles Leben entlang der westlichen Seite des 3.055 Meter hohen Nyamuragira unter sich begraben, erklärte ein Naturschützer im Virunga-Nationalpark am Montag. Da der Vulkan nahe der ostkongolesischen Stadt Goma im von Rebellen dominierten Bürgerkriegsgebiet Kongos liege, sei nicht klar, wie viele Menschen sich in der Vulkanregion aufhielten.

Bisher gibt es keine Berichte über Tote und Verletzte. Die mächtigen Lavaströme drohen die Trinkwasserquellen der wenige Kilometer entfernten Stadt Goma zu vergiften, wie es hieß. Auch der nahe gelegene Vulkan Nyiragongo zeige bereits Anzeichen für einen baldigen Ausbruch. Er gehört zur selben Vulkankette.

Die aktiven Krater in der Region hatten in den vergangenen Jahren immer wieder leichte Eruptionen. Seinen letzten größeren Ausbruch hatte der Nyamuragira im Jahr 1982. Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatte ein japanisches Geologenteam vor der aktuellen Eruption gewarnt. (APA/dpa)

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