BWT plant Gewinnsteigerung um 40 Prozent

5. März 2001, 12:45

Umsatz soll erstmals sechs Milliarden Schilling Grenze übersteigen

Großarl - Der börsenotierte oberösterreichische Wasseraufbereiter BWT will im laufenden Geschäftsjahr 2001 sein Konzernergebnis wieder kräftig steigern. Mit weiteren Innovationen, aber auch geographischem Wachstum und dem Ausbau der bestehenden Märkte soll der Nettogewinn (Netprofit) um 40 Prozent auf 21 Mill. Euro gepusht werden, sagte BWT-Chef Andreas Weissenbacher am Montag vor Journalisten in Großarl. Beim Betriebsergebnis (EBIT) kündigte er eine Steigerung um 36 Prozent auf 34 Mill. Euro an, der ÖVFA-Gewinn soll um 47 Prozent auf 25 Mill. Euro (344 Mill. S) klettern.

Der Umsatz der Gruppe soll heuer laut Plan um 17 Prozent auf 445 Mill. Euro wachsen und damit erstmals die 6 Mrd. S-Grenze übersteigen. Im - noch Verlust bringenden - Hoffnungsfeld Brennstoffzellen-Membrane sollen heuer bereits 2 Mill. Euro umgesetzt werden, doppelt so viel wie 2000.

Investitionen steigen stark an<7b>

Die Investitionen der BWT-Gruppe mit ihren rund 50 Tochterfirmen sollen heuer - bei einem Cash-Flow von 33 Mill. Euro - bei 13 Mill. Euro liegen, nach 15 Mill. Euro im Vorjahr. Das umsatzmäßig größte Geschäftsfeld "Aqua Ecolife Technologies", in dem die Bereiche Wassertechnik für Trinkwasser und Haushalte zusammengefasst sind, soll 2001 um 15 Prozent auf 243 Mill. Euro Umsatz wachsen.

Im zweitgrößten Tätigkeitsfeld "Aqua Systems Technologies", das auf die Erstellung von Wasseraufbereitungssystemen für die Industrie ausgerichtet ist, erwartet Weissenbacher ein Wachstum von 19 Prozent auf 200 Mill. Euro. Dieser Bereich wird seit Jahresbeginn vom ehemaligen Wolford-Finanzvorstand Karl Michael Millauer als Vorstand geleitet. Die BWT-Gruppe ist hier in erster Linie in der Pharma- und Halbleiterindustrie sowie Kraftwerk- und Getränkeindustrie stark vertreten. In China, wo BWT seit zwölf Jahren tätig ist, wurden auch Großanlagen für die kommunale Wasseraufbereitung errichtet.

Große Erwartungen in Brennstoffzellen-Technologie

Große Erwartungen setzt Weissenbacher in die Weiterentwicklung der Brennstoffzellen-Technologie. Hier habe BWT mit ihrer Tochter FuMA-Tech als Wasseraufbereiter einen deutlichen Know-how-Vorsprung. Ziel sei es, weltweit größter Anbieter von nicht-fluorierten (und daher recyclierbaren) Membranen für Brennstoffzellen zu werden, so Weissenbacher. Der Umsatz in diesem Segment soll heuer auf 2 Mrd. Euro verdoppelt werden. Die FuMA-Tech nicht mitgerechnet werde der BWT-Konzern heuer 12 Mill. Euro für Forschung und Entwicklung ausgeben, nach 10,2 Mill. Euro im vergangenen Jahr.

Im US-Markt, dem laut Weissenbacher größten Wasseraufbereitungsmarkt der Welt, zielt BWT weiter auf eine Übernahme ab. Die bisher untersuchten Projekten seien durchwegs zu teuer gewesen, so der BWT-Chef.

Im Vorjahr hat BWT - nach vorläufigen Zahlen - durch die erstmalige Vollkonsolidierung der Schweizer Christ AG den Umsatz um 43 Prozent auf 380 Mill. Euro gesteigert. Bereinigt um diese Mehrheitsbeteiligung stieg der Konzernumsatz um 15 Prozent. Die zuletzt noch negative Christ AG werde für das abgeschlossene Jahr 2000 mindestens plus/minus null abschließen, kündigte Weissenbacher an.(APA)

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    foto:bwt
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