Pazifikstaaten von der Außenwelt abgeschnitten

27. Februar 2001, 07:57

Air Nauru darf wegen Sicherheitsmängeln nicht fliegen - nun sitzen vom Touristen bis zum Premier alle fest

Auckland - Der Präsident des kleinen Pazifikstaates Nauru, Bernard Dowiyogo, sitzt nach einem Ausfall seiner staatlichen Fluggesellschaft wie etliche Landsleute bis auf weiteres in Australien fest. Nauru und der Nachbarstaat Kiribati sind nach dem Ausfall der Flugverbindung vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Ein Vertreter der staatlichen Fluggesellschaft Air Nauru sagte am Dienstag, die Airline dürfe voraussichtlich erst in einer Woche wieder den Betrieb aufnehmen.

Die australische Luftfahrtbehörde hatte den Flugbetrieb von Air Nauru am vergangenen Wochenende wegen Sicherheitsbedenken ausgesetzt. Zur Begründung hieß es, die Airline habe keine vernünftigen Management-Strukturen und benutze einen Flughafen, der nicht den Mindestanforderungen für einen regelmäßigen Passagierbetrieb genüge. Der Airport in Nauru sei wegen ständiger Strom- und Kommunikationspannen nicht länger akzeptabel.

Air Nauru betreibt eine einzige Boeing 737, die von Nauru und Kiribati nach Sydney, Melbourne und Brisbane in Australien, nach Neukaledonien, Fiji, Mikronesien, Palau sowie auf die Philippinen fliegt. Es ist die einzige regelmäßige Flugverbindung zwischen den Pazifikstaaten und dem Rest der Welt. Nauru ist in diesem Jahr Gastgeber beim Gipfel des Pazifikforums mit Teilnehmern aus 16 Staaten. (APA)

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