London verzeichnet höchsten regionalen BIP

23. Februar 2001, 13:22

Wien folgt auf fünften Platz - 46 von 211 EU-Regionen haben BIP/Kopf von weniger als 75 Prozent des EU-Durchschnitts

Luxemburg/Wien - Nach wie sind die städtischen Regionen Inner-London und Hamburg die EU-Gebiete mit dem höchsten Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Einwohner. Wien liegt auf Rang fünf. Der niedrigste BIP-Wert pro Kopf unter den 211 untersuchten Regionen wird erneut für die griechische Region Epirus, die 1998 mit 42 Prozent deutlich weniger als die Hälfte des EU-Durchschnitts erreichte, ausgewiesen, teilte das EU-Statistikamt Eurostat am Freitag mit.

Der Wert für Inner-London lag 1998 (jüngste Erhebung) mit 243 Prozent mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt der 15 EU-Länder. Die Plätze hinter Inner-London nehmen Hamburg mit 186 Prozent, Luxemburg mit 176 Prozent, Brüssel mit 169 Prozent und Wien mit 163 Prozent des EU-Durchschnitts ein. Unter den Top Ten befinden sich weiters Darmstadt (154 Prozent), Ile de France (152 Prozent), Bremen (144 Prozent) und Utrecht (142 Prozent).

Burgenland hinkt hinten nach

Aus den Eurostat-Daten geht allerdings auch hervor, dass das BIP pro Kopf 1998 in 46 Regionen weniger als 75 Prozent des mittleren EU-Niveaus betrug. Darunter befindet sich auch das Burgenland. Die niedrigsten Werte wurden für Epirus in Griechenland (42 Prozent) sowie Reunion in Frankreich und Estremadura in Spanien (je 50 Prozent) erhoben.

Neben dem Burgenland mit einem regionalen BIP je Einwohner von 69 Prozent des EU-Durchschnitts, ermittelte Eurostat für die Steiermark (90 Prozent), Niederösterreich (91 Prozent), und Kärnten (92 Prozent) die geringsten Werte unter den neun österreichischen Bundesländern. Die höchsten Werte wurden neben Wien (163 Prozent) für Salzburg (125 Prozent), Tirol (113 Prozent), Vorarlberg (112 Prozent) und Oberösterreich (105 Prozent) errechnet.

Oberösterreicher an der Spitze

Insgesamt betrug das BIP je Einwohner in Österreich 112 Prozent des EU-Durchschnitts. Am höchsten war es in Ostösterreich mit 123 Prozent, in Westösterreich betrug es 111 Prozent und in Südösterreich 91 Prozent.

Die Vergleiche der Eurostat-Statistik werden in Kaufkraftstandards (KKS) - zur besseren Vergleichbarkeit - durchgeführt. Eurostat weist darauf hin, dass das Pro-Kopf-BIP nicht mit dem verfügbaren Einkommen zu verwechseln sei, da das BIP auf die Produktion bezogen sei. Laut Eurostat bedeuten die Zahlen somit nicht notwendigerweise, dass die Menschen in einer Region wohlhabender sind als in einer anderen. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.