Maastrichter Kunstmesse TEFAF ist im Anrollen

21. Februar 2001, 16:13

200 Aussteller mit 80 Prozent des Weltangebots Alter Meister

München/Maastricht - Mit knapp 200 Ausstellern aus 13 Ländern bietet die Kunstmesse TEFAF im niederländischen Maastricht vom 10. bis zum 18. März wieder eine große Auswahl an Kunstwerken und Antiquitäten musealer Qualität. Die TEFAF (The European Fine Art Fair) hat sich nach den Worten des Kunsthändlers und Mitorganisators Konrad Bernheimer inzwischen zur bedeutendsten Kunstmesse der Welt entwickelt.

Vor allem aus den USA kämen Sammler und "komplette Museumsmannschaften" nach Maastricht, um Kunst zu kaufen, sagte Bernheimer am Mittwoch in München. Auf der TEFAF sind nach seinen Worten 80 Prozent des Weltangebots Alter Meister ausgestellt. Aber auch in den anderen Bereichen gebe es kein schwaches Gebiet mehr. Vor allem in der Klassischen Moderne habe man stark aufgeholt und zähle nun auch in der Kunst des 20. Jahrhunderts zur internationalen Spitze: "Für fast alle Kollegen war 2000 ein Rekordjahr". Entsprechend könne in diesem Jahr mit bedeutenden Objekten auf der Kunstmesse gerechnet werden, darunter zwei vor einiger Zeit wieder aufgetauchte Rembrandts.

Auf der Messe-Sonderausstellung im benachbarten Bonnefanten Museum wird in diesem Jahr eine Auswahl von 65 Gemälden aus der Sammlung des Habsburger-Kaiser Rudolph II. (Regierungszeit 1576-1612) gezeigt. Die Mehrzahl dieser Meisterwerke, darunter Bilder von Tizian, Tintoretto, Rubens, Cranach und Holbein, waren noch nie außerhalb von Prag für die Öffentlichkeit zu sehen. Bernheimer rechnet damit, dass in diesem Jahr noch mehr Besucher als die 66.000 des Vorjahrs kommen. (APA/dpa)

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