eBay mit Start in Österreich zufrieden

20. Februar 2001, 16:11

Suche nach österreichischen Partnern und Mitarbeitern

Wien - Das Österreich-Portaldes weltweit tätigen Online-Marktplatzes eBay sei gut angelaufen. "Der Start hat unsere Erwartungen übertroffen, es läuft gut an", sagte der für Österreich und Deutschland zuständige Managing Director von eBay-Deutschland, Philipp Justus, anlässlich eines Österreich-Aufenthaltes, ohne detaillierte Kennzahlen nennen zu wollen.

Nach dem Start vor acht Wochen habe man hauptsächlich das Nach-Weihnachtsgeschäft noch gut mitnehmen können, sagte Justus. Sehr stark hätten sich die österreichischen eBay-Kunden bisher bei Sammelartikel engagiert. Dabei seien Briefmarken, österreichische und antike Münzen, Stofftiere wie Puppen und Teddybären sowie alte Urkunden und antiquarische Bücher im Mittelpunkt der Auktionsaktivitäten gelegen. Mit jetzt abnehmender Tendenz seien auch Wintersportartikel unter den häufig versteigerten Artikeln zu finden gewesen.

Partnersuche

Als Grund des Österreich-Besuches nannte Justus die Suche nach österreichischen Geschäftspartnern und Mitarbeitern. Für das Österreich-Portal, das gemeinsam mit dem deutschen Portal gemanagt wird, wolle man am deutschen Firmensitz in Berlin ein fünfköpfiges Österreich-Team aufbauen, das in zwei bis drei Monaten stehen soll und dem auch einige Österreicher angehören sollen. Dieses Österreich-Team soll für die österreichspezifische Produktentwicklung und Marketing verantwortlich zeichnen. Weiters sei man auf der Suche nach Kooperationspartnern, um eine stärkere Präsenz der at-Site auf Internetseiten zu erzielen, sagte Justus.

Entgegen aktuellen Umfragen, wonach das E-Commerce-Potenzial überschätzt werde, ist Justus nicht dieser Meinung. Expansionspotenzial sieht der eBay-Geschäftsführer bei technischen Geräten, etwa bei Haushaltsgeräten und Computern, und bei praktischen Gütern. In diese Kategorie würden etwa Kleidung, Schuhe, Babyartikel, Kindersitze, Uhren, Schmuck etc. fallen.

Keine konkreten Pläne habe eBay derzeit etwa in die Schweiz oder den osteuropäischen Raum zu expandieren. "Wir sehen uns vor allem die Märkte in Polen, Tschechien und Ungarn genau an", sagte Justus. Die Internet-Penetrationsrate sei in Osteuropa noch nicht so groß. (APA)

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    foto: ebay
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