Palästinensischer "Tag des Zorns" wegen Unwetters abgesagt

20. Februar 2001, 15:54

Regen und Sturm verhinderten Proteste gegen Luftangriff auf Irak

Jerusalem - Der palästinensische "Tag des Zorns" ist am Dienstag buchstäblich ins Wasser gefallen. Angesichts heftiger Regenfälle und starker Winde sagte die Fatah-Bewegung Yassir Arafats geplante Demonstrationen in den großen Städten des Westjordanlandes und Gazastreifens ab. Dabei sollte gegen die Luftangriffe britischer und amerikanischer Kampfflugzeuge auf den Irak protestiert werden sollte.

In Nablus im nördlichen Westjordanland nahmen palästinensische Sicherheitskräfte am Dienstag mehrere Männer unter dem Verdacht fest, in Verbindung mit dem Attentat auf einen Aktivisten der radikal-islamischen Hamas-Bewegung zu stehen. Mahmud Madani war am Montag von Schüssen tödlich getroffen worden. Der Gouverneur von Nablus, Machmud Alul, teilte am Dienstag mit, man gehe davon aus, dass verdeckte Einheiten Israels hinter dem Anschlag stehen. Es sei jedoch anzunehmen, dass palästinensische Kollaborateure sie dabei unterstützten. (APA/dpa)

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