Österreich erhält Serverfarm im Atombunker

20. Februar 2001, 14:08

In Kolomannsberg/Thalgau werden 3000 Quadratmeter an Interessenten vermietet

Zwei Thalgauer Unternehmer haben einen ausgedienten Atombunker des Bundes am Kolomannsberg/Thalgau erworben und suchen nun für die rund 3000 Quadratmeter grosse Anlage interessierte Käufer oder Mieter. Laut Auskünften der Unternehmer soll die Anlage genutzt werden, um Kunstgegenstände zu lagern und Serverfarmen einzurichten.

Vorbild ist die Schweiz

Die Betreiber haben sich dabei die Schweiz zum Vorbild genommen. Dort werden schon seit einiger Zeit ausgediente Teile der Alpenfestung genutzt. Unter dem Namen Mount10 hat ein Unternehmen mit 160 Angestellten grossen Erfolg. Auch das österreichische Militär plant, Teile der Bunkeranlage St. Johann als krisensichere Anlage für IT-Unternehmen anzubieten.

Bei mangelndem Interesse wird eine Tauchanlage errichtet

Sollten sich keine Interessenten finden, wird der Bunker geflutet werden und als Tauchanlage genutzt. Allerdings werden sich wohl einige Firmen für diesen prestigeträchtigen Ort begeistert können. Sicherer war wohl selten zuvor eine Serverfarm. (red)

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    symbolfoto: red
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