Drei Frauen kämpfen gegen ihr Kriegstrauma an

19. Februar 2001, 20:37

"Vivre apres - Paroles de femmes" erhielt den Friedensfilmpreis der Berlinale

Berlin - Mit dem Friedensfilmpreis der Berlinale ist der französische Dokumentarfilm "Vivre apres - Paroles de femmes" (Leben danach - Worte von Frauen) von Laurent Becue-Renard ausgezeichnet worden. Das teilte die Heinrich-Böll-Stiftung am Samstag mit.

Der Film, der im Internationalen Forum des Jungen Films gezeigt wurde, beobachtet ein Jahr lang das Ankämpfen von drei Frauen in Bosnien gegen ihr Trauma aus dem Bürgerkrieg. Sie kommen aus Flüchtlingslagern, um ein Jahr lang in einem geschützten Haus zusammen mit anderen traumatisierten Frauen die Ermordung ihrer engsten Verwandten aufarbeiten zu können.

In der Jurybegründung zu dem mit 8000 Mark (57.000 Schilling) dotierten Friedensfilmpreis heißt es: "In einer Zeit, in der Krieg und Leid auf dem Rücken von so vielen Frauen und Kindern lastet, in einer Zeit, in der Leidtragende kaum eine solche Begleitung erhalten, kann dieser einfühlsame Film eine Lehre sein und Wege aufzeigen." (APA)

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