Fünf Prozent der Deutschen würden sich gerne klonen lassen

17. Februar 2001, 12:53

Doch wäre die Welt bereit dafür?

München - Trotz des geltenden Verbots durch das Embryonenschutzgesetz würden sich fünf Prozent der Deutschen klonen lassen, um ein Kind mit identischen Erbanlagen zu bekommen. In einer repräsentativen Umfrage des Nachrichtenmagazins "Focus" stuften zudem 51 Prozent der Befragten das Klonen von Embryo-Zellen zu therapeutischen Zwecken "als großen Fortschritt für die Menschheit" ein.

Drei Prozent sahen die Möglichkeit positiv, bei Babys die Erbanlagen gentechnisch zu verbessern. Das Meinungsforschungsinstitut polis befragte hierfür 1.014 Personen.

Bisher verhindert das Embryonenschutzgesetz jegliche medizinische Verwertung oder Klonierung von Embryozellen. Der Reproduktionsbiologe Henning Beier von der Universität Aachen setzt sich für eine Änderung des Embryonenschutzgesetzes ein, um künftig Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer oder Diabetes mit Embryozellen kurieren zu können.

Beier sagte "Focus": "Ich hoffe, dass die jetzt laufende öffentliche Diskussion auch im Bundestag zur Überzeugung führt, dass eine Gesetzesänderung sinnvoll ist." (APA/dpa)

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