Waneck ordnet Sonderprüfung für Wiener Gebietskrankenkasse an

15. Februar 2001, 13:47

Ergebnis soll bis 23. Februar vorliegen

Wien - Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck (F) lässt die Wiener Gebietskrankenkasse einer Sonderprüfung unterziehen, nachdem Obmann Franz Bittner davon gesprochen hatte, dass die Kasse möglicherweise ab Juli nur mehr mit Verzögerungen werde zahlen können. Ziel sei, zu erheben, ob durch den Obmann "im Sinne der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes, unter Berücksichtigung des Beschlusses der Bundesregierung vom 14. April 2000 (Sanierungspaket der Krankenkassen), die entsprechenden Maßnahmen gesetzt wurden", so Waneck am Donnerstag in einer Aussendung. Ein Ergebnis soll am 23. Februar vorliegen.

Die Ankündigung Bittners, ab Sommer "zahlungsunfähig" zu sein, lasse jedenfalls "den begründeten Verdacht aufkommen, dass die Führung der WGKK wesentliche Einsparungen versäumt hat, obwohl ihr durch die Bundesregierung genau vorgegeben wurde, wie diese auszusehen haben", so der Staatssekretär.

Der Staatssekretär hat auch vorgegeben, welche Punkte besonders unter die Lupe genommen werden sollen. Darunter fällt etwa die Psychotherapie auf Krankenschein bzw. die Frage, welche finanzielle Bedeckung für den entsprechenden Vertrag vorgesehen sei. Weiteres interessiert sich der Staatssekretär dafür, welche Sparmaßnahmen im Personal- und Medikamentenbereich gesetzt worden seien.

Eines ist für Waneck klar: "Ich bin überzeugt davon, dass die Wiener Kasse, hätte sie die Vorgaben der Bundesregierung beherzigt, die Zahlungsunfähigkeit vermeiden hätte können." (APA)

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    foto: standard/cremer
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