Messe für zeitgenössische Kunst ARCO in Madrid eröffnet

14. Februar 2001, 15:36

Mit Beteuerung: "Der europäische Kunstmarkt ist gesund"

Madrid - Der europäische Kunstmarkt setze zunehmend auf Qualität statt auf spekulative Gewinne, beteuern Galeristen bei der am Mittwoch eröffneten internationalen Messe für zeitgenössische Kunst ARCO in Madrid. "Mittelmäßige Werke verkaufen sich nicht mehr. Es werden auch keine überhöhten Preise mehr gezahlt", sagte der deutsche Aussteller Matthias Rastorfer der Zeitung "El Pais": "In den 80er Jahren erwarb man Kunstwerke als Geldanlage, ohne jedes Maß. Heute tun dies nur noch die jungen Triumphatoren mit ihren Internet-Unternehmen. Die eigentlichen Sammler kaufen mit Ruhe die Werke von Meistern des 20. Jahrhunderts und bringen den Markt nicht durcheinander".

"Der europäische Kunstmarkt ist gesund. Es gibt wenig Hang zur Spekulation", betonte auch Karim Hoss von der Pariser Galerie Marwan Hoss. "Europa hat erstmals einen Vorsprung gegenüber den USA." Die Ausstellerin Oliva Arauna meinte: "Es sind auch die Werke junger Künstler gefragt. Dies beweist, dass es den Käufern mehr um Qualität als um große Namen geht."

Die ARCO ist mit 271 Galerien aus 29 Ländern und über 2.000 Künstlern eine der größten Kunstmessen der Welt. Auf der bis 19. Februar geöffneten Messe, die heuer der modernen Kunst aus Großbritannien gewidmet ist, werden mehr als 200.000 Besucher erwartet. Österreichs Vertreter sind die Wiener Galerien Krobath&Wimmer, Kunstbüro, Meyer Kreiner und Mezzanin sowie der Raum aktueller Kunst, alle aus Wien. (APA/dpa/red)

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