Berlinale-Kamera für Regisseur Kei Kumai

14. Februar 2001, 13:01

Film über japanische Giftgas-Attentate

Berlin - Die Berlinale-Kamera 2001 geht an den japanischen Regisseur Kei Kumai. Kumai werde damit für seine langjährige Verbundenheit mit den Berliner Filmfestspielen geehrt, teilte das Festival am Mittwoch mit.

Der Regisseur war mehrmals mit Filmen im Wettbewerb der Berlinale vertreten. Für "Umi To Dokuyaku" wurde er 1987 mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet. Die Berlinale- Kamera wird Kumai am Donnerstag vor der Vorführung seines Panorama- Films "Nippon no Kuroi Natsu-Enzai" ("Ans Licht gebracht") überreicht.

Der Film behandelt einen realen Anschlag mit dem Nervengas Sarin in Matsumoto 1994, bei dem sieben Menschen starben und 600 verletzt wurden. Schon kurze Zeit später präsentierte die Polizei einen Verdächtigen; die Medien sprachen ihn schuldig. Ein Jahr später drehten Schüler einen Film über die Pressekampagne und deckten die Haltlosigkeit der Anschuldigungen auf. Ein Jahr später kam es zu dem bekannten Anschlag auf die Tokyoter U-Bahn, und erst danach konnte der verdächtigte Angestellte rehabilitiert werden. (dpa/red)

  • "Nippon no Kuroi Natsu-Enzai"
    foto: berlinale

    "Nippon no Kuroi Natsu-Enzai"

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