ABB steigert Gewinn

13. Februar 2001, 10:16

Kräftiges Wachstum für die kommenden Jahre geplant

Zürich - Der schwedisch-schweizerische Elektrotechnikkonzern ABB hat im Geschäftsjahr 2000 bei einem Umsatzrückang den Reingewinn um sechs Prozent auf 1.443 Mill. Dollar (1,55 Mrd. Euro/21,3 Mrd. S) gesteigert. Nach weiteren ABB-Angaben vom Dienstag dürften sich Reingewinn und Betriebsgewinn (EBIT) aus den weitergeführten Aktivitäten 2001 weit über den Vorjahreswerten bewegen. Bis 2005 strebe ABB ein jährliches Umsatzwachstum ohne grössere Übernahmen und Veräusserungen von mindestens sechs Prozent an. Die EBIT-Marge soll bis 2005 auf zwölf Prozent verdoppeln werden.

Bisher hatte ABB dieses EBIT-Ziel bis 2003 erreichen wollen. Der Konzern machte für diese Verschiebung um zwei Jahre hauptsächlich die neue Rechnungslegung verantwortlich. ABB schloss 2000 erstmals nach US-GAAP ab. Außerdem verlangsamte sich die Entwicklung in wichtigen Märkten, erklärte ein ABB-Sprecher.

Ausrichtung auf Kunden

ABB will die Wachstumsziele über die bereits im vergangenen Monat angekündigten organisatorischen Ausrichtung auf Kunden statt auf Produkte erreichen. Außerdem setzt ABB auf die Nutzung der Informationstechnoliogie in den eigenen Produkten und in der Beziehung zu den Kunden. Schließlich will ABB in Alternativ-Energie-Technologien wie Windenergie und Mikroturbinen wachsen.

ABB verzeichnete 2000 einen Umsatzrückgang um sechs Prozent auf 22.967 Mill. Dollar, während sich der Auftragseingang um drei Prozent auf 25.440 Mill. Dollar erhöhte. ABB begründete den Umsatz-Rückgang mit der trägen Nachfrage in einigen Schlüsselmärkten. Umsatz und Reingewinn 2000 lagen im Rahmen der Schätzungen von Finanzanalysten.

Weiter teilte ABB, dass der Generalversammlung der Rückkauf von sechs Mill. Aktien im Wert von rund einer Mrd. sfr (650 Mill. Euro/8,94 Mrd. S) vorgeschlagen werden soll. Die Aktien sollen danach vernichtet werden. Die Dividende 2000 soll wie bereits im Vorjahr drei sfr je Aktie betragen. (APA/Reuters)

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    foto: abb
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