Es hat sich ausgestrickt

10. Februar 2001, 15:11

Die Hobby-Industrie klagt über Strickmusterdiebstahl via Internet

Jetzt macht die Hobby Industry Association (HIA) ernst. Über 4.000 Mitglieder der amerikanischen Hobbyvereinigung haben sich zusammengeschlossen um gegen den Download von Stick- Schnitt-, und Strickmustern und für deren Eigentumsrechte einzuschreiten. Die Muster sollten dem Gesetz nach mit Musik- oder Bilddateien gleich gestellt werden und nicht mehr gegen den Willen ihrer Erfinder verbreitet werden.

Ausreden gelten nicht mehr

Die Hobby Industry Association plant großangelegte Internetkampagnen, die auch solche Leute, die bisher nicht wussten, dass das Downloaden ungesetzlich ist, aufklären soll. Laut den Angaben von Heise beklagt die vereinigung, dass die Schnittmuster-Designer viel härter unter dem Missbrauch zu leiden hätten als Musiker, da Musiker auch anders Geld verdienen könnten. Sollten die Aufklärungskampagnen nicht den gewünschten Erfolg bringen, soll ein Copyright-Gesetz für Handarbeitsvorlagen geschaffen werden.

Abnehmer sind Europa, Russland und Korea

Laut Auskunft der HIA gehen die meisten gestohlenen Strickmuster nach Europa, Russland und Korea. Dort würden diese Vorlagen dann sogar weiterverkauft, meinte ein Sprecher der Organisation. Auch geschützte Seiten wurden immer wieder geknackt. Es ist verdammt hart ein Strickmusterdesigner zu sein, aber vielleicht folgen schon bald andere Zeiten. (red)

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    foto: hia
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