Einstellungstests

22. November 2001, 10:39
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Die tatsächliche Kompetenz eines Bewerbers lässt sich oft nicht erfassen

Erkenntnisse von Arbeitswissenschaftern belegen, dass viele Einstellungstests nicht geeignet sind, um die Fähigkeiten der künftigen Mitarbeiter herauszufinden.

Persönlichkeitstests

Tests, in denen die Bewerber selbst ihre Persönlichkeit beschreiben sollen, sagen wenig über ihre tatsächliche Kompetenz aus, so die Studie der Wissenschaftler der Universität Gesamthochschule Kassel.

Am Institut für Arbeitswissenschaften wurde die Kompetenz und Flexibilität von mehr als 360 Mitarbeitern aus 19 deutschen Unternehmen verschiedener Größenordnungen und Branchen untersucht.

Nach dem Kasseler-Kompetenz-Raster (KKR) werden Gruppendiskussionen anhand von 50 Kriterien ausgewertet. Unternehmensmitarbeiter, die in Gruppendiskussionen weniger Gefühl zeigen, sind die besseren Problemlöser und damit besser für ihren Betrieb, stellten die Forscher fest.

Sozialkompetenz kann Fachkompetenz nicht ersetzen

Viele Firmenchefs überschätzten die Bedeutung der Sozialkompetenz ihrer Mitarbeiter. Trotz der aktuellen Aufwertung dieser Eigenschaft, nach zu vielen Jahren im Dornröschenschlaf, darf nicht der Eindruck entstehen, dass Sozialkompetenz fachliches Können ersetzen könne.

Die Wissenschafter raten daher dazu, anstatt die Mitarbeiter zu teuren Motivationstrainern zu schicken, sollten die Firmenchefs besser in fachübergreifende Weiterbildung investieren.

Die Studie belegte, dass die Bedeutung dieser Kompetenzfacette zur Lösung betrieblicher Probleme weit überschätzt werde. (red/dpa )

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