Paybox startet Bezahlen via Handy nun auch in Österreich

31. Jänner 2001, 14:22

Heuer sollen rund 100.000 Nutzer gewonnen werden

Wien - Zahlen mit Bargeld dürfte in Zukunft weiter an Bedeutung verlieren. Ab morgen, 1. Februar, können in Österreich Einkäufe im Internet aber auch Taxis und Pizzadienste via Handy gezahlt werden. Ermöglicht wird dies durch die Österreich-Tochter der deutschen paybox.net AG. Voraussetzung dafür sind ein Handy, egal welcher Marke und bei welchem Mobilfunkbetreiber man Kunde ist, ein Girokonto und eine Registrierung bei paybox austria. Eingezogen wird das Geld mittels Lastschriftverfahren. Die jährliche Gebühr beträgt 7 Euro (96,3 S), für paybox to paybox-Transaktionen fallen je angefangene 25 Euro.

Gehaftet wird für Schäden bis maximal 50 Euro. Ein Anruf bei der Hotline führt zur sofortigen Sperre des Dienstes. Zum Thema Sicherheit betonten paybox austria-Vorstandsvorsitzender Norbert Burkhart und paybox.net AG-Vorstandsvorsitzender Mathias Entenmann am Mittwoch in einer Pressekonferenz, dass keine vertraulichen Daten wie etwa die Bankverbindung übertragen werden. Der für den Zahlungsvorgang notwendige PIN-Code werde nicht über Internet, sondern durch GSM übermittelt. Zur Bestätigung einer Zahlung sind die SIM-Karte des Handys, ein Handy und die frei wählbare paybox-Pin nötig.

Bei einer Zahlung im Internet wird auf der Website "paybox- Zahlen per Handy" gewählt, paybox schließt die Tansaktion zwischen den Partnern und ruft den Kunden auf seinem Handy an, der die Zahlung durch die PIN-Eingabe am Handy autorisiert. Die Zahlung selbst wird dann automatisch per Bankeinzug durchgeführt. Bei mobilen Dienstleistern wie etwa einem Taxi startet der Taxifahrer die Zahlung indem er eine gebührenfreie paybox-Nummer wählt und die Summe und die Telefonnummer des Kunden eingibt. paybox ruft den Fahrgast dann auf seinem Handy an, der die Zahlung durch Eingabe seines PIN autorisiert.

Ehrgeiziges Ziel

paybox austria will heuer 100.000 Benutzer gewinnen, bis Ende 2003 sollen es 350.000 sein. Möglich soll das Zahlen via Handy 2001 bei 150 Online-Shops und 1.000 mobilen Stellen sein. Bis 2003 soll die Zahl der Online-Shops auf 500 steigen, jene der mobilen Stellen auf 3.000. Die Flächenabdeckung wird österreichweit mit 72 Prozent angegeben.

In Deutschland nutzen seit Mai 2000 rund 120.000 User das Service. Die paybox austria AG ist eine 100 Prozent-Tochter der deutschen paybox.net AG, an der die Deutsche Bank zu 50 Prozent und die debitel zu 4,8 Prozent beteiligt sind. Den Rest halten Vorstand und Mitarbeiter. (APA)

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    foto: paybox
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