Aktienveranlagung Privater in Österreich immer noch gering

31. Jänner 2001, 13:25

OeNB: Anteil der Banken bei Veranlagungen überproportional hoch

Wien - Die Bedeutung österreichischer Aktien als Veranlagungsinstrument - vor allem für institutionelle Investoren - hat in den vergangenen Jahren nicht in dem Ausmaß zugenommen wie die Rolle der Aktie als Finanzierungsinstrument für Österreichs Wirtschaft, analysiert die Oesterreichische Nationalbank (OeNB). Denn trotz zuletzt deutlicher Zuwächse sei die Aktienveranlagung der heimischen privaten Haushalte immer noch relativ gering. Im Vergleich dazu liege der Anteil der Banken als Aktienveranlager in Österreich weit höher als in anderen Industrieländern.

Einen der Gründe des schwachen Engagements institutioneller Investoren am Wiener Börseplatz sieht die OeNB in der geringen Marktkapitalisierung und der geringen Liquidität, die vor allem für institutionelle Investoren die Transaktionskosten erhöhe. Die geringe Liquidität habe auch zur tiefen Bewertung des österreichischen Aktienmarktes und damit auch zum geringen Marktvolumen der in Wien börsenotierten Werte beigetragen. Die OeNB hält die Möglichkeit der externen Eigenkapitalfinanzierung österreichischer Unternehmen damit für beeinträchtigt. (APA)

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    foto: photodisc
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