Deutsche Wissenschafter entdeckten Hirnregion für das "Selbst-Bewusstsein"

30. Jänner 2001, 14:52

Neue Ansätze für die Erforschung von Schizophrenie

Tübinger Forscher haben eine Hirnregion gefunden, die für das "Selbst-Bewusstsein" verantwortlich ist. Das internationale Team um die Ärzte Tilo Kircher und Mathias Bartels konnte bisher erstmalig zeigen, dass Selbst-Erkennung messbar ist, berichtete die Universität Tübingen am Montag.

Beim Anschauen im Spiegel waren bestimmte Hirnregionen der Probanden in der linken vorderen Stirnregion aktiv und im limbischen System, das bei Gefühlen eine Rolle spielt. Dies wiesen die Forscher mit Messungen im Kernspintomographen nach.

Nur Menschen ab dem 18. Lebensmonat und erwachsene Schimpansen erkennen sich selbst im Spiegel. Diese Fähigkeit führten die Fachleute bereits früher auf das Vorhandensein von "Selbst- Bewusstsein" zurück.

Durch die neuen Erkenntnisse aus Tübingen eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten für die Erforschung von Erkrankungen wie der Schizophrenie, einer grundlegenden Störung des Ich-Bewusstseins.

(APA)

  • Artikelbild
    foto: photodisc
Share if you care.