Ausgemaunzt

29. Jänner 2001, 11:29

Nach New York hat nun auch Hamburg das ewige Lichtlein aller Musicals gelöscht.

Hamburg - Nach 15 Jahren ist am Sonntagnachmittag das Erfolgsmusical "Cats" zum letzten Mal in Hamburg über die Bühne gegangen. Mit einer großen von der Stella Entertainment AG ausgerichteten Gala verabschiedeten sich die tanzenden und singenden Katzen aus dem Operettenhaus an der Reeperbahn, wo insgesamt mehr als sechs Millionen Zuschauer die Produktion sahen, die nun ab 2. März in Stuttgart gezeigt wird.

Die deutsche Premiere des Andrew-Lloyd-Webber-Musicals im April 1986 war der Beginn eines Musical-Booms in Deutschland. Das Operettenhaus soll nun in eine Premierenbühne umgewandelt werden. Den Anfang macht im Juni "Fosse - Die Show". Auch das von Stella Entertainment betriebene Musical "Phantom der Oper" wird sich in diesem Jahr nach elf erfolgreichen Jahren aus der Hansestadt verabschieden.

Die letzten Wochen von "Cats" wurden von einem erbitterten Arbeitskampf begleitet, elf Aufführungen fielen aus. Der Streik wurde erst vor wenigen Tagen beendet, nachdem sich die Gewerkschaft IG Medien und die Musicalbetreiberin Stella Entertainment über einen Konzern übergreifenden Manteltarifvertrag und Sozialplan geeinigt hatten. Die Erleichterung darüber war allen Verantwortlichen anzumerken. "Wie unwürdig wäre es gewesen, wenn diese Veranstaltung wegen Streiks nicht hätte stattfinden können", sagte Stella-Chef Klaus von der Heyde. (APA/dpa/AP)

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