4.000 Meter unter dem Nordpol

26. Jänner 2001, 12:00

Russische Tiefsee-Taucher wollen auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens Neuland betreten.

Kaliningrad - Russische Wissenschafter wollen als erste in rund 4.000 Meter Tiefe den Meeresboden am Nordpol erforschen. Der Chef der Tiefsee-Tauchabteilung am russischen Ozean-Institut, Anatoli Sagalewitsch, teilte mit, dass Taucher der beiden Unterwasserboote Mir-1 und Mir-2 für Experimente Proben von Meerwasser und Boden nehmen wollen.

Die Wissenschafter hoffen, am Boden des Nordmeers auch Reste ausgestorbener Tier-Spezies zu finden, die weitere Erkenntnisse über den Ursprung des Lebens auf der Erde bringen könnten. Das von ausländischen Unternehmen gesponserte Vorhaben ist für September oder Oktober geplant. Es soll zusammen mit der britischen Firma "Deep Ocean Expedition Ltd." realisiert werden.

Die Unterwasserboote Mir-1 und Mir-2 sowie ihr Trägerboot waren an den Dreharbeiten für den Film "Titanic" mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio beteiligt. Das russische Verteidigungsministerium setzte die beiden Mirs außerdem ein, um das im August 2000 in der Barents-See gesunkene Atom-U-Boot zu untersuchen. (APA)

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