Erforschung eines vermeintlich "relativ wenig ergiebigen" Gebiets

26. Jänner 2001, 11:17

Die EU hat sich des zweisprachigen Liedguts der Südsteiermark angenommen.

Graz - Das traditionelle deutsch-slowenische Liedgut der Südsteiermark war Gegenstand einer Feldforschung, die vom Steirischen Volksliedwerk gemeinsam mit dem Institut für Volksliedforschung der Musikuniversität Wien im Rahmen eines Interreg-Projekts der EU durchgeführt wurde. Jetzt liegen Auszüge der Ergebnisse in Form eines Liederheftes vor.

Das im Mai 1999 begonnene Forschungsvorhaben förderte in der steirisch-slowenischen Grenzregion hunderte Lieder und Instrumentalstücke zu Tage. Damit, so Eva Maria Hois vom Volksliedwerk, wurden die Erwartungen weit übertroffen, war man doch bisher davon ausgegangen, das Gebiet sei in musikalischer Hinsicht - verglichen etwa mit dem Salzkammergut - "relativ wenig ergiebig".

Die erste Publikation, die sich auf die Ergebnisse der Feldforschung stützt, ist zwei Frauen gewidmet: Angela Haßmann (geb. 1938) und Anna Sopinger (geb. 1932) aus Schloßberg bei Leutschach. Die ehemaligen Land- und Gastwirtinnen konnten mit einer Repertoire von rund 200 Liedern aufwarten. Beim Singen der slowenischen Lieder wurden die beiden Frauen von Maria Kure (geb. 1907), der Mutter von Anna Sopinger, unterstützt.

Das vom Volksliedwerk edierte Liederblatt enthält eine Auswahl von 21 Balladen und Erzählliedern und wurde - erstmals in der Reihe - zweisprachig verfasst. (APA)

"Aus der südsteirischen Feldforschung 1. Deutsche und slowenische Lieder aus Schloßberg"

Reihe "meine Lieder - deine Lieder"

4. Jg., Blatt 2/2000

hg. vom Steirischen Volksliedswerk,

20 S, zu bestellen unter Tel. 0316/877-2660.
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