"Cora Romance Report 2001"

22. Jänner 2001, 14:03

Erotische Fantasien: Abenteuer mit einem/einer Fremden

Hamburg - Erotische Fantasien mit leidenschaftlichen Küssen am Strand, zärtlichen Stunden im Grünen oder aufregenden Begegnungen im Hotel beschäftigen Männer und Frauen. Aber 71 Prozent träumen dabei keineswegs von ihrem Partner. Viel mehr als das Vertraute lockt der Reiz des anderen: 23 Prozent der Männer finden den Gedanken an ein Abenteuer mit einer völlig Unbekannten spannend, 18 Prozent der Frauen sehnen sich nach dem geheimnisvollen Fremden. Dies geht aus dem "Cora Romance Report 2001" hervor.

5.500 Befragte aus 21 Ländern

An der weltweiten Umfrage im Auftrag des Hamburger Cora Verlags nahmen rund 5.500 Frauen und Männer in 21 Ländern teil.

Im internationalen Vergleich zeigen sich die Deutschen, die sonst als kühl und rational gelten, leidenschaftlich und sinnlich: Unter den 18- bis 39-jährigen haben 85 Prozent oft oder gelegentlich erotische Tagträume, innerhalb der Gesamtbevölkerung immerhin 75 Prozent. Damit stehen sie den als besonders feurig geltenden Italienern (75 Prozent) und Spaniern (77 Prozent) in nichts nach. "Erotische Fantasien sind eine gute Möglichkeit, für Momente aus einem eher langweiligen, sachlich orientierten Alltag in eine sinnliche Traumwelt zu flüchten", sagt die Hamburger Diplom-Psychologin Sybille Weber.

Auslöser: der Anblick eines schönen Menschen

Meist haben die Deutschen zu Hause (45 Prozent) erotische Fantasien. Häufig werden die Träume jedoch auch vom Anblick eines attraktiven Vertreters des anderen Geschlechts ausgelöst. Besonders gefragt als Traumpartner sind der souveräne Geschäftsmann oder die clevere Managerin - der Business-Look macht attraktiv. Wenig erotische Anziehungskraft haben dagegen strenge Uniformen.

Umsetzung in die Realität

Erotische Fantasien müssen jedoch kein Traum bleiben - fast die Hälfte aller deutschen Männer und Frauen haben sie schon in die Realität umgesetzt. Die Ungarn und Portugiesen sind mit 78 und 75 Prozent besonders experimentierfreudig, heißt es in dem Report. (APA)

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