Fisch essen beugt Schlaganfällen vor

17. Jänner 2001, 19:40

Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren senken den Blutdruck und beugen Arterienverkalkung vor.

Chicago - Regelmäßiger Verzehr von Fisch, der reich an Omega-3-Fettsäuren ist, reduziert bei Frauen im mittleren Alter das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Dies trifft insbesondere für Frauen zu, die nicht regelmäßig Aspirin zu sich nehmen, das einer Verklumpung der Blutplättchen vorbeugt und damit ebenfalls das Schlaganfallrisiko vermindert, berichtet das "Journal of the American Medical Association".

Der Wissenschaftler Hiroyasu Iso von der Harvard Medical School in Boston und weitere Kollegen hatten in Rahmen einer Langzeitstudie 79.839 Frauen im Alter zwischen 34 und 59 Jahren über 14 Jahre hinweg beobachtet. Von 1980 bis 1994 traten insgesamt 574 Schlaganfälle bei den Beobachtungspersonen auf. 181 davon ließen sich auf Gehirnblutungen zurückführen, 303 auf eine mangelhafte Blutversorgung im Gehirn aufgrund einer verengten oder verschlossenen Arterie, wovon 264 wiederum durch eine Hirnthrombose und 39 durch eine Hirnembolie verursacht wurden. 90 Schlaganfälle ließen sich keiner Kategorie zuordnen.

Unter Berücksichtigung anderer Risikofaktoren für einen Schlaganfall stellten die Forscher fest, dass Frauen, die ein- bis dreimal pro Monat Fisch zu sich nahmen, generell ein sieben Prozent niedrigeres Risiko für Schlaganfälle aufwiesen, als Frauen, die Fisch weniger als einmal pro Monat verzehrten. Bei Frauen, die Fisch einmal wöchentlich aßen, reduzierte sich das allgemeine Schlaganfallrisiko um 22 Prozent. Stand Fisch zwei- bis viermal pro Woche auf dem Speiseplan, verminderte sich das Risiko um 27 Prozent. Bei fünf oder mehr Fischspeisen pro Woche sank das Risiko um 52 Prozent. Das Risiko speziell einer Hirnthrombose verringerte sich beim zwei- oder mehrmaligen Fischverzehr in der Woche um 51 Prozent. Eine Risikoverminderung bei Schlaganfällen aufgrund einer Gehirnblutung konnten die Forscher nicht feststellen.

"Wir konnten ein signifikantes umgekehrtes Verhältnis zwischen Fischverzehr und dem Schlaganfallrisiko beobachten und das inbesondere bei Hirnthrombosen. Hohe Dosen von Omega-3-Fettsäuren senken den Blutdruck und beugen Arterienverkalkung und damit Thrombosen vor", ziehen die Wissenschaftler Bilanz. (pte)

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