IBM installiert leistungsfähigsten Linux-Cluster

17. Jänner 2001, 13:37

Anlage erreicht zwei Teraflops Rechenkapazität im Endausbau

IBM wird nach eigenen Angaben am National Center for Supercomputing Applications (NCSA) der Universität von Illinois den rechenstärksten zivilen Supercomputer mit Linux-Betriebssystem installieren. Die NCSA-Anlage wird aus zwei Server-Clustern bestehen und eine Rechenleistung von zwei Teraflops (zwei Billionen Berechungen pro Sekunde) erreichen. Der Großrechner soll vor allem in der Grundlagenforschung eingesetzt werden. Der erste Cluster wird von IBM bereits im Februar aufgebaut. Diese Installation wird im Endausbau aus mehr als 600 IBM eServer x330 bestehen. Jeder der schmalen Server wird über zwei 1 GHz Pentium III-Prozessoren verfügen. Als Betriebssystem wurde für diesen Cluster Red Hat Linux gewählt. Der zweite Cluster wird im Sommer folgen und auf Intels Intanium-Chips basieren, die bis dahin auf den Markt kommen sollen. Für diese 160 Server ist TurboLinux als Betriebssystem vorgesehen. Beide Cluster werden durch die Myrinet-Software von Myricom verbunden.

"Nach unserer Einschätzung werden Linux-Cluster in Zukunft die am weitesten verbreitete Architektur für Parallel-Computing-Anwendungen sein", erklärte der NCSA-Direktor Dan Reed. Seiner Ansicht sprechen vor allem der hohe Entwicklungsstand und das starke Anwachsen der Open-Source-Gemeinde für den Einsatz von Linux. Als besonderen Vorteil sieht er, dass dieselbe Bedienungsoberfläche für Workstations genauso wie für Supercomputer verwendet werden kann. Das NCSA setzte bereits in der Vergangenheit Linux-Cluster für seine Forschungsprojekte ein. (pte)

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