Goldman Sachs senkt Gewinnprognosen für Siemens und Infineon

15. Jänner 2001, 13:31

Wegen sinkender Preise für DRAM-Speicherchips

London - Die Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Gewinnschätzungen für den Halbleiterkonzern Infineon und dessen Muttergesellschaft Siemens für das Geschäftsjahr 2000/01 (zum 30. September) gesenkt.

Vor dem Hintergrund sinkender Preise für Speicherchips (DRAMs) werde das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) bei Infineon nur noch bei 1,17 Euro (16,10 S) statt wie erwartet bei 2,26 Euro je Aktie liegen, heißt es in einer am Montag in London verbreiteten Studie. Bei Siemens werde das EBIt bei 5,5 Mrd. Euro (75,7 Mrd. S) und nicht wie bisher geschätzt bei 6,3 Mrd. Euro liegen.

Die neuen Ergebnisschätzungen basierten auf Änderungen der DRAM-Preise seit der letzten Modellrechnung, teilte Goldman weiter mit. Der Preisverfall sei jedoch ein einmaliger Effekt gewesen, der bereits im abgelaufenen Kalenderjahr verkraftet worden sei. Von Mitte 2001 werde ein deutlicher Anstieg der DRAM-Preise Infineon zu Gute kommen. Für Siemens sehen die Goldman-Analysten weitere Risiken auf der finanziellen Seite. Von einem weiter gehenden Konzernumbau sei noch wenig zu sehen. (APA/Reuters)

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    foto: photodisc
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