Die US-Army will ihren Soldaten einen Insektenpanzer verpassen

14. Jänner 2001, 18:56

Das größte Problem beim "Exoskeleton" bleibt allerdings die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine

Washington - Nach einem Bericht der BBC wollen die US-Army und die US-Defense Advance Research Agency (Darpa) 50 Mio. Dollar für die Entwicklung eines motorisierten "Exoskeletons" für den Feldeinsatz aufwenden. Mit diesem künstlichen, externen Stützapparaten sollen US-Soldaten große Distanzen überwinden, Hindernisse überspringen oder große Lasten tragen können und gleichzeitig größeren Schutz erhalten. Der Auftrag soll in den nächsten Tagen vergeben werden.

"Von der Kontrolle, der Energieversorgung sowie der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine wissen wir noch nicht, ob sie überhaupt schon möglich sind", meinte Projektleiter Ephrahim Garcia. Die US-Army hat in den vergangenen Jahren bereits mehrere Machbarkeitsstudien durchgeführt. So erreichten die Entwickler eines "Springwalkers" Geschwindigkeiten von über 24 Kilometer in der Stunde.

Das Konzept leidet aber noch unter schweren Beschränkungen, so sind die bisher verwendeten Druckluft- und Magnetsysteme für den Antrieb der künstlichen Gliedmaße zu laut oder verbrauchen zu viel Treibstoff. Gleichzeitig meldet sich die Army mit immer neuen Wünschen. Das Exoskeleton soll mit zusätzlichen Sensoren und Kommunikationsgeräten ausgestattet werden. In den bisherigen Feldversuchen zeigte sich dann auch, dass solche Systeme zu groß und unbeweglich sind. Im Moment steht zwar noch der militärische Nutzen der Forschung im Fordergrund, doch sind zivile Anwendungsmöglichkeiten im medizinischen Bereich oder bei Einsätzen in gefährlichen Umgebungen durchaus vorstellbar. (pte)

  • Artikelbild
    grafik: pte
Share if you care.