ATX kämpft sich weiter nach oben

12. Jänner 2001, 17:47

Wochenplus von 0,9 Prozent - Kursgewinne bei Telekom Austria, Wienerberger und Verbund - Libro weiter im Abwärtssog

Wien - Am Wiener Aktienmarkt scheint es nach dem schwachen Börsenjahr 2000 allmählich wieder aufwärts zu gehen. Auch in der zweiten Woche des neuen Jahres tendierte der Leitindex ATX leicht freundlich in Richtung 1.100 Punkte. In einem sich weiter stabilisierenden internationalen Börsenumfeld bewegte sich Wiens wichtigstes Marktbarometer auf rund 1.093 Punkte (Freitag 16:45 Uhr MEZ). Dies entspricht einem marginalen Kursgewinn von 0,9 Prozent gegenüber dem Schluss-Stand der Vorwoche.

Seit Jahresanfang hat der ATX immerhin um knapp 2 Prozent zugelegt. Für die kommende Woche sehen Analysten der Erste Bank den Index in einer Range von 1.070 bis 1.100 Punkten. Auf Grund positiver charttechnischer Signale wird kurzfristig eine anhaltend freundliche Kursentwicklung erwartet.

Telekom Austria im Aufwind

Weiter bergauf ging es in der Handelswoche mit der Aktie der Telekom Austria (TA): Im Einklang mit den großen ausländischen Telekom-Werten konnte der Titel, der - wenige Wochen nach seinem Börsegang im November - einen Verlust von mehr als einem Drittel hinnehmen musste, seine Erholung mit einem Wochengewinn von über 5 Prozent fortsetzen. Vom jetzigen Niveau fehlen der TA aber immer noch rund 30 Prozent auf ihren Emissionskurs von 9 Euro.

Mit Kursaufschlägen von mehr als 5 Prozent konnten zuletzt auch OMV, Verbund, Wienerberger und AUA aufwarten. Austria Tabak gewannen rund 3 Prozent, nachdem ein Absatz- und Umsatzhoch für 2000 gemeldet und bestätigt wurde, dass die Privatisierung des heimischen Tabakriesen nun in die heiße Phase kommt und internationale "Freier" Schlange für die "attraktive Braut" stehen.

BA schwächelt

Bei anderen großen Aktien sah es weniger gut aus: Bank Austria (BA), die im ATX noch am stärksten gewichtet sind, büßten zuletzt im Sog ihres Fusionspartners HypoVereinsbank (HVB) über 5 Prozent ein und machten damit die Möglichkeit eines größeren Wochengewinns des Leitindex zunichte. Anfang Februar werden die BA-Aktien (1:1) gegen HVB-Aktien getauscht. Danach erlischt die Notiz der BA, statt ihr werden dann HVB-Aktien an der Wiener Börse (aber nicht im ATX) notieren.

Turbulent verlief es bei Libro. Gerüchte über angebliche Geschäftsturbulenzen ließen die seit Wochen kränkelnde Aktie bis Mittwoch auf ein Allzeittief von 11,2 Euro absacken, ehe die vom Markt positiv aufgenommene vorgezogene Umsatzbekanntgabe für die ersten neun Monate für etwas Erholung sorgten. Unterm Strich beendeten Libro die Woche mit 9 Prozent Kursverlust. Kaum bewegt wurden Erste Bank (die den 5,8 Mrd. S-Slovenska Sporitelna-Deal abschloss) und EVN (die die Nösiwag-Übernahme abgsegnete). (APA)

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    foto:wbag
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