Direkt Anlage Bank verdreifacht Zahl der Depots

12. Jänner 2001, 13:50

Trotz schlechter Börsestimmung

München - Die Direkt Anlage Bank und ihre neue französische Tochter Self Trade haben die Zahl ihrer Depots in Europa im Jahr 2000 trotz der schlechten Börsenstimmung fast verdreifacht. In Deutschland habe sich das Wachstum bei der Gewinnung von Neukunden im vierten Quartal aber noch einmal etwas verlangsamt, berichte die Direkt Anlage Bank AG (DAB) am Freitag in München. "Die Wachstumschancen sind aber ungebrochen", sagte Konzernchef Matthias Kröner der dpa in München. Wenn es an der Börse wieder aufwärts gehe, werde auch die Nachfrage nach Online-Depots weiter anziehen.

In Deutschland gewann die DAB die mehrheitlich der bayerischen HypoVereinsbank gehört, im vierten Quartal knapp 30.400 Depots hinzu. In den ersten drei Monaten waren es noch 92.000 Neukunden, im zweiten Quartal 72.000 und im dritten knapp 37.000. Mit Einberechnung des im September übernommenen französischen Online-Broker Self Trade stieg die Depotzahl im vierten Quartal um gut 52.000 bis Jahresende auf knapp 419.000. Das verwaltete Kundenvermögen in der Gruppe ging allerdings seit Ende September um acht Prozent auf 14 Mrd. Euro (193 Mrd. S) zurück.

Die Direkt Anlage Bank sei für den zunehmend härteren Wettbewerb der Online-Banken bestens aufgestellt, meinte Kröner. "Wir würden nie über den Preis werben." Vielmehr habe man schon früh auf eine breite Angebotspalette gesetzt. Zudem sei die DAB nach dem Self Trade-Kauf in den sechs größten Märkten Europas vertreten. Bezogen auf das verwaltete Kundenvermögen sieht sich die DAB als Europas größten Discount-Broker. Ertragszahlen nannte das am Neuen Markt notierte Unternehmen noch nicht. (APA/dpa)

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