FC Tirol - LASK 5:0

30. Juni 2000, 15:48

Drei Gilewicz-Tore beim Triumph am Tivoli

Innsbruck - Die Tiroler Festspiele gehen weiter. Tolle Kulisse, herrlicher Fußball, Siege in Serie und ein Star in der Hauptrolle: Radoslav Gilewicz. Der polnische Torjäger erlegte am Mittwoch den LASK praktisch im Alleingang, erzielte beim 5:0 (3:0) drei Tore und hält nach fünf Runden schon bei sechs Treffern. 14.680 Zuschauer im erstmals seit fast dreieinhalb Jahren ausverkauften Tivoli-Stadion sorgten für eine würdige Kulisse für eine groß aufspielenden Heimmannschaft, die mit dem fünften Erfolg im fünften Spiel den Vorsprung auf Sturm und Rapid auf fünf Punkte ausbaute.

Fußballfest vor ausverkauftem Tivoli

Gilewicz und Co. mobilisieren die Massen, Fußball ist wieder "In". Seit dem 30. April 1996 (1:1 gegen Rapid), als vor dem Umbau der Südtribüne auf Sitzplätze 17.200 Fans das Tivoli-Stadion füllten, waren die Fans nicht mehr so zahlreich erschienen. Und selten zuvor haben auch die treuesten Tirol-Anhänger so einen fulminanten Start gesehen, wie ihn die Jara-Elf gegen den LASK auf den Rasen zauberte. Schon nach einer Viertelstunde war die Partie entschieden, führten die hochmotivierten Tiroler 3:0.

Torjäger Gilewicz sorgte bereits nach zwei Minuten für Festtagsstimmung. Der Pole verwertete einen Kirchler-Eckball zur 1:0-Führung. Nur zwei Minuten später knallte Hörtnagl eine Gilewicz-Vorlage zum 2:0 ins Netz, das 3:0 (16.) war wieder Sache des gefinkelten Polen. Doch mit den Toren fängt sich Gilewicz auch Probleme ein. Wie schon gegen Rapid und Ried feierte der 28jährige den Treffer, indem er das grün-schwarze Trikot auszog - und kassierte dafür die dritte Gelbe Karte. Noch zwei, und Gilewicz hat eine Zwangspause.

Seinen dritten Treffer gegen den LASK feierte der Pole jedenfalls regelkonform. Nachdem er kurz nach Wiederanpfiff (48.) das 4:0 erzielt hatte, behielt er das Trikot an, drehte es aber so um, daß die Nummer neun nach vor strahlte. Der eingewechselte Markus Scharrer fixierte schließlich in der 83. Minute den höchsten Sieg seit dem 6:0 in Ried am 16. März 1996.

LASK spielte nur Statistenrolle

Der Gegner spielte an diesem Abend nur eine Statistenrolle. Der LASK trat erst in Erscheinung, als die Tiroler schon als Sieger gefeiert wurden. Brenner brachte in der 38. Minute erstmals Tirol-Torhüter Tschertschessow ins Spiel.


FC Tirol - LASK 5:0 (3:0) Tivoli, 14.680 (ausverkauft), Hänsel.

Torfolge: 1:0 ( 2.) Gilewicz 2:0 ( 4.) Hörtnagl 3:0 (16.) Gilewicz 4:0 (48.) Gilewicz 5:0 (83.) Scharrer

FC Tirol: Tschertschessow - W. Kogler - Wazinger, Knavs - Kirchler, Hörtnagl, Baur, Anfang (60. Prudlo), Marasek (50. Scharrer) - Gilewicz, Jezek (74. Mair)

LASK: Pavlovic - Muhr - Jochum, Ba - Brenner, Kauz, Grassler (87. Kiesenebner), Mehlem, Panis - Udovic (33. Pichorner), Dadi

Gelbe Karten: Gilewicz, Kogler bzw. Jochum, Grassler, Muhr, Mehlem

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