Italienische Städte klagen über eingeschränkte Lebensqualität

11. Jänner 2001, 14:01

Lärm, Smog und Verkehr verleiden den Bewohnern den Alltag.

Rom - Eine neu veröffentlichte Umfrage des staatlichen, italienischen Meinungsforschungsinstituts Istat hat alarmierende Ergebnisse über die Lebensqualität in italienischen Städten ans Tageslicht gebracht. Lärm, Smog und Verkehr erschweren laut Studie das Leben in den 22 untersuchten Städten Italiens. Mailand klage besonders über Lärmbelästigung, während Rom unter dem chaotischen Verkehr leide.

Perugia zählt mit 67,5 Autos pro 100 Einwohnern zur "autoreichsten" Stadt Italiens, gefolgt von Rom mit 66,6 Autos und Mailand mit 66 Autos pro 1oo Einwohner. Auf den hinteren Rängen rangieren Venedig (42,1) und Genua (47,9). 5.543 Autos wurden im Umkreis von einem Quadratkilometer in Neapel gezählt, wo nur 13,9 Prozent aller Autos laut Istat mit bleifreiem Benzin fahren. In Mailand verkehren auf einer Fläche von einem Quadratkilometer 4.732 Autos und in Turin 4.521 Vehikel.

Die Stadtverwaltungen bemühen sich seit Jahren um Verbesserungsmaßnahmen, die allerdings oft ineffizient blieben. Um die durch Autoabgase entstandenen Benzyl-, Toluol- und Xylol-Werte zu senken, führten 1998 Turin, Genua, Florenz, Rom und Palermo als erste Städte autofreie Tage ein, die mittlerweile auf ganz Italien ausgeweitet wurden.

Laut Istat wurden Telefonzentralen zur Erhebung der Lärmbelästigung in folgenden Städten eingerichtet: Turin, Bologna, Genua, Bozen, Neapel und Palermo. Am meisten über die Lärmbelästigung klagen die Bewohner Mailands mit 1.539 Beschwerden pro 100.000 Einwohner, gefolgt von Bologna und Neapel. Letzteres wiederum hält den Rekord an Strafen (295 Starfzettel pro 100.000 Fahrzeuge), die wegen zu lauten Fahrzeugmotoren verhängt wurden. (pte)

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    Florenz

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