Villacher Stadtsenat wird wieder vergrößert

10. Jänner 2001, 15:05

Außer FPÖ alle Parteien dafür - Manzenreiter verweist auf dynamische Entwicklung der Stadt - Zwei-Milliarden-Budget

Villach - Im Villacher Stadtsenat werden ab der kommenden Gesetzgebungsperiode sieben anstatt bisher fünf Stadträte sitzen. SP-Bürgermeister Helmut Manzenreiter teilte mit, dass bis auf die SPÖ alle Parteien für eine Aufstockung seien. Der Stadtsenat war erst 1997 von neun auf fünf Mitglieder reduziert worden.

Eine Novellierung des Stadtrechtes der autonomen Stadt Villach ist, ebenso wie die geplante Reduzierung des Stadtsenates von Klagenfurt von neun auf sieben Mitglieder, Sache des Landtages. Manzenreiter erklärte, dass das Anhörungsverfahren im Rechts- und Verfassungsausschuss bereits erledigt sei.

Die - ursprünglich von der ÖVP erhobene - Forderung nach Aufstockung des Stadtsenates begründete der Bürgermeister mit der "dynamischen Entwicklung" der Stadt und der dadurch anfallenden Mehrarbeit ihrer politischen Repräsentanten. Manzenreiter kann sich auch vorstellen, dass ein Teil der künftigen Stadtsenatsmitglieder nebenberuflich tätig ist. Die nächsten Gemeinderatswahlen sind für 2003 vorgesehen, danach sollte die Novellierung der Stadtrechte Klagenfurts und Villachs in Kraft treten.

Manzenreiter gab auch die Eckdaten für das Villacher Budget 2001 bekannt, das am Freitag - voraussichtlich mit Unterstützung der FPÖ - im Gemeinderat verabschiedet wird. Der Entwurf sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von nahezu 1,99 Mrd. S (144 Mill. Euro) vor. Auch in diesem Jahr will der Infineon-Standort Villach wieder deutliche Akzente bei Bildung und Forschung im Bereich Hochtechnologie setzen. Im Sommer wird die erste Baustufe des auf dem Gelände des früheren Zellstoff-Werkes St. Magdalen gelegenen und von der Siemens finanzierten Technologie Parks Villach (TPV) fertig gestellt sein. (APA)

  • Helmut Manzenreiter
    foto: fritz press/fritz

    Helmut Manzenreiter

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